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Italeri 722 – Willys Fire Jeep

  • Italeri Fire Jeep "Jeep Pompier"
  • 722
  • 1988 (Neuauflage)
  • 18,6 cm x 7,2 cm x 9,6 cm (LBH)
  • 98 g
  • 202 Teile (zzgl. Decals & Ersatzteile)
  • ca. 30 - 35€

Fahrzeugvorstellung

Der Willys MB wurde ab 1940 von der US-Army als kleines, günstiges und robustes Allzweckfahrzeug entwickelt. Heute gilt er als Urahn aller Geländewagen.

Ausgestattet mit einem 2,2-Liter-Reihenvierzylinder mit 60 PS und zuschaltbarem Allradantrieb wurde der Jeep von der US-Army an vielen Fronten des Zweiten Weltkriegs eingesetzt. Nach dem Krieg wurden einige Exemplare in Europa zurückgelassen und dort wiederverwendet. Neben dem Einsatz in der Land- und Fortwirtschaft bot sich das Allzweckfahrzeug auch hervorragend als Basis für umfassende Umbauten zum Feuerwehrauto an.

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Qualität der Bauteile
70%

Für einen so alten Bausatz sind die roten, schwarzen und durchsichtigen Spritzgussteile des Italeri Fire Jeep sehr sauber gegossen. Hier und da muss man einen Grat entfernen, aber das Nachbessern hält sich in Grenzen. Ein großes Manko sind die Reifen, die leider aus je zwei schwarzen Plastikteilen zusammengeklebt werden. Das Profil und der unvermeidliche Mittelgrat wirken lieblos – Gummireifen hätten deutlich mehr Flavour.

Schwierigkeit
70%

Die Rahmenkonstruktion, die Schläuche und Leitern trägt, erfordert geübte Hände um nicht krumm und schief dazustehen. Motor, Chassis und Karosserie sind nicht außerordentlich schwer zu bauen, werden durch die vielen dekorativen Kleinteile aber komplexer. Der Italeri 722 ist ein schöner Bausatz für fortgeschrittene Modellbauer. Er entspricht in etwa einem Revell Skill-Level 4.

Detaillierungsgrad
90%

Der Italeri Fire Jeep strotzt nur so vor Details. Ein Ventil hier, eine Leiter dort, Schaufel, Axt und Feuerlöscher nicht zu vergessen. Alleine die Anschlusskonstruktion an der Front ist eine wahre Freude. Motor, Antriebsstrang, Bremsen und Federung sind vorhanden. Wenn man etwas beanstanden möchte, wären es wohl der etwas plumpe Gerätekasten im Heck oder die Räder. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Passgenauigkeit
90%

Bei der Passgenauigkeit gibt es bei diesem Modell nichts zu bemängeln, alles fügt sich ineinander wie es soll. Auch dickere Lackschichten sind unproblematisch, falls man Einzelteile erst bemalt und später verklebt. Bei den filigranen Kleinteilen ist ein ruhiges Händchen gefragt, aber das erfordert ein so detailreicher Bausatz grundsätzlich.

Qualität der Decals
40%

Nasschiebebilder sind bei alten Bausätzen aus den 80ern oder 90ern immer so ein Thema. Im Fall des Fire Jeeps ließen sie sich noch lösen und vorsichtig aufsetzen. Beim Aufnehmen aus dem Wasser und dem Justieren auf dem Modell ist höchste Vorsicht geboten, damit sie nicht einreissen. Die Haftung der Decals ist in Ordnung.

Verständlichkeit der Bauanleitung
80%

Dem Bausatz ist eine achtseitige, schwarz-weiß gedruckte Bauanleitung in einem DIN-A5-ähnlichen Format beigelegt. Nach einer kurzen Fahrzeugvorstellung folgen Informationen zum korrekten Trennen der Einzelteile vom Spritzbogen und zu den Farben. Der Zusammenbau wird in zehn Schritten dargestellt, die aufgrund der hohen Stückzahl viele Arbeitsschritte gleichzeitig zeigen. Die Abbildungen sind gut verständlich.

Gesamtbewertung
73%

Der Italeri Fire Jeep ist ein liebevoll gestaltetes und sehr detailreiches Modell für fortgeschrittene Modellbauer. Vor allem durch die Rahmenkonstruktion und die vielen angebrachten Geräte stellt er eine angenehme Abwechslung zu “normalen” Autos oder LKW dar. Wer gerne klebt und viele Einzelteile mag ist bei diesem Bausatz richtig, aber bitte immer das Alter bedenken!

Simpler Aufbau des Basisfahrzeugs und die Fülle an dekorativen Elementen machen den Italeri 722 zur perfekten Grundlage für große und kleine Umbauten. Es sind zusätzliche, interessante Einzelteile im Bausatz enthalten, die nicht für das Modell vorgesehen sind. So finden sich z.B. eine Antenne und eine Heckplane in den Spritzgussbögen.

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Mein Modell

Der Fire Jeep stellt meinen bisher radikalsten Umbau dar und entstand aus der Idee heraus, zwei sehr ungleiche Fahrzeuge miteinander zu kombinieren. Konkret wollte ich das Willys Chassis mit der Technik und dem Motor des Revell Enzo Ferrari verheiraten. Das ungewöhnliche Modell erforderte viele Anpassungen und eine gründliche Planung. Das Resultat ist sehr tief, sehr breit und wäre wohl einer der schnellsten Feuerwehrjeeps überhaupt. Der Ferrari V12 erhielt eine Lachgasaufladung sowie Sportluftfilter und treibt in dem Jeep als Mittelmotor sein Unwesen. Die Chromteile wurden den Bausätzen Revell 85-7202 und Aoshima 001929 entnommen.

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