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Aoshima 001929 – Honda Odyssey (RA6) 2001

  • Aoshima Black Mafia Design Garson Odyssey RA6 (2001)
  • 001929
  • 2011 (Neuauflage)
  • 20,4 cm x 8,7 cm x 6,4 cm (LBH)
  • 145 g
  • 115 Teile (zzgl. Decals & Ersatzteile)
  • ca. 30 - 35€

Fahrzeugvorstellung

Mit dem Odyssey brachte Honda 1994 einen Minivan auf den Markt, der sich in Japan innerhalb kürzester Zeit zum Verkaufsschlager entwickelte. Die zweite Baureihe mit der Bezeichnung RA6 knüpfte 1999 nahtlos an den Erfolg des Vorgängers an.

Optional war der RA6 mit einem 3,0 Liter-VTEC-V6 Motor erhältlich. 210 PS und Volllederausstattung verhalfen der “Familienkutsche” so zu etwas mehr Sportlichkeit.

Garson verlieh dem Van mit einem wuchtigen Bodykit ein gänzlich neues Aussehen und taufte die auffällige Kreation “Black Mafia Design”.

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Qualität der Bauteile
90%

Der Aoshima Honda Odyssey besteht aus schwarzen, verchromten und durchsichtigen Bauteilen und ist von bester Qualität. Es muss nichts nachgeschliffen oder entgratet werden. Sofern man die Einzelteile vorsichtig und sauber aus den Spritzgussbögen löst, kann man sie sofort grundieren oder verkleben. Die Gummireifen haben einen minimalen Mittelgrat, den der Perfektionist unkompliziert mit einem Skalpell entfernen kann.

Schwierigkeit
50%

Der Aoshima 001929 ist kein besonders komplexer Bausatz und auch als Modellbauer mit wenig Erfahrung zu bewerkstelligen. Der Schwierigkeitsgrad entspricht in etwa dem Revell Skill-Level 3. Sucht man die Herausforderung, kann man sich bei der Gestaltung des Innenraums oder des Unterbodens austoben – Details sind ausreichend vorhanden. Ein wenig Vorsicht ist beim Installieren der Heckklappe geboten.

Detaillierungsgrad
60%

Der Innenraum und das exotische Bodykit des Odyssey sind liebevoll gestaltet. Auch der Unterboden des Vans wartet mit vielen Details auf, die aber leider in eine große Bodenplatte integriert sind. Der Motor ist  angedeutet, der Auspuff wird nicht selbst gebaut, sondern nur durch die Lackierung herausgearbeitet. Mit optionalen Adapterplatten kann man den Rädern einen negativen Sturz verpassen. Die Heckklappe lässt sich öffnen.

Passgenauigkeit
90%

Arbeitet man sauber und nicht mit allzu viel Kleber, ist die Passgenauigkeit des Aoshima Honda Odyssey hervorragend. Das Zusammenführen der drei Hauptbestandteile Innenraum, Unterboden und Karosserie ist sehr einfach zu bewerkstelligen. Die Radkästen lassen genügend Freiraum für den negativen Sturz und zusätzliche Achsverbreiterungen, die vom Hersteller nicht vorgesehen sind.

Qualität der Decals
60%

Während die kleinen Nassschiebebilder in der Regel keine Probleme machen, sind großflächige Decals wie die “Black Mafia Design”-Schriftzüge sehr empfindlich. Auf einer Pinsellackierung sollten sie möglichst nicht mehr verschoben werden, da sie schnell einreissen. Zudem sollte man sie so lange einweichen lassen, bis sie sich von selbst vom Transferpapier lösen. Die Haftung ist, nach einer Trocknungsphase, sehr gut.

Verständlichkeit der Bauanleitung
60%

Dem Bausatz ist eine zehnseitige, schwarz-weiß gedruckte Anleitung beigelegt. Das Format ist etwas kleiner als DIN-A4. Alle Texte sind ausschließlich in Japanisch enthalten, was die Verständlichkeit aber nicht zu sehr beeinflusst. Nur der optionale, negative Sturz war nicht gleich als solcher erkennbar. Der Aufbau wird in 13 Schritten illustriert. Ob es eine Fahrzeugvorstellung gibt, kann ich aufgrund der Sprachbarriere nicht beurteilen.

Gesamtbewertung
68%

Der Aoshima Honda Odyssey ist ein sehr ungewöhnlicher und vom Hersteller liebevoll gestalteter Bausatz. Die Einzelteile sind hervorragend verarbeitet und bieten sowohl Einsteigern als auch Fortgeschrittenen ein tolles Modellbau-Erlebnis. Viele technische Details darf man nicht erwarten, aber Tuning-Freunde kommen voll auf ihre Kosten.

Komplexe Umbauten gestalten sich schwierig, da der Van aus großen, aufeinander abgestimmten Einzelteilen zusammengesetzt wird. Er liegt bereits sehr tief, kann durch eine weitere Achsverbreiterung jedoch noch tiefer und breiter gebaut werden. Ein Auswechseln der Räder ist ebenfalls problemlos möglich, da sie über einen Standardanschluss verfügen.

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Mein Modell

Die Idee zu meinem Bosozoku-Odyssey reifte während des Zusammenbaus. Die Farbgebung stand bereits zu Beginn fest, ebenso der Entschluss, es mit der Lackierung bis auf die Spitze zu treiben. Der Minivan wurde um eine Spoilerlippe sowie eine riesige Duplex-Anlage erweitert. Die Achsen wurden verbreitert und der negative Sturz der Räder so nochmals verstärkt. Die Aufkleber an der Windschutzscheibe sind selbstgemalt, das Iron Cross stammt aus dem Revell-Bausatz 85-7202. Das goldene Maschinengewehr im Kofferraum deutet auf die Yakuza hin und wurde 03082 geklaut. Dem Modell widmete ich unverhältnismäßig viel Zeit, um ein nahezu perfektes Resultat zu erreichen.

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