1:35Revell

Revell 03082 – UNIMOG

  • LKW 2t. tmil gl (UNIMOG)
  • 03082
  • 2014 (Neuauflage)
  • 15,8 cm x 7,7 cm x 7,9 cm (LBH)
  • 96 g
  • 190 Teile (zzgl. Decals & Ersatzteile)
  • ca. 15 - 20€

Revell Skill-Level 5

Fahrzeugvorstellung

Die erste Serie des Universal-Motor-Geräts (kurz UNIMOG) rollte 1949 aus den Produktionshallen der Gebr. Boehringer GmbH. Ein Jahr später übernahm Daimler-Benz die Fertigung und entwickelte die Fahrzeugreihe bis heute sehr erfolgreich weiter.

Der U1300L gehört zur “schweren” Baureihe 435, die von 1975 bis 1993 vor allem für Feuerwehren und die Bundeswehr produziert wurde. Angetrieben wird das über fünf Tonnen schwere Allradfahrzeug von einem 5,6-Liter-Reihensechszylinder mit Direkteinspritzung und einer Leistung von 130 PS. Der Kraftstoffverbrauch liegt bei knapp 20 Litern pro 100 Kilometer.

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Qualität der Bauteile
10%

Die Qualität der größtenteils olivgrünen Spritzgussteile ist unterirdisch – Fischhaut und Gussgräte so weit das Auge blickt. Bevor die Einzelteile bemalt und sauber verklebt werden können, sind umfangreiche Vorarbeiten nötig. An den Gummireifen sollten die Auswurfmarker entfernt werden. Die Fahrerkabine war trotz unbeschädigtem Karton an den A-Säulen eingeknickt und ließ sich nicht wieder vollständig begradigen.

Schwierigkeit
100%

Der UNIMOG wird dem Revell Skill-Level 5 gerecht, wenn auch auf eine andere Weise, als vom Hersteller gewünscht. Die Kombination aus hauchdünnen, unsauber produzierten Bauteilen und der ständigen Notwendigkeit des Nachbesserns machen den Bausatz zu einer echten Herausforderung. Wer ein wirklich forderndes Modell im Maßstab 1:35 bauen möchte, ist hier genau richtig.

Detaillierungsgrad
80%

Vor allem Freunde von technischem Modellbau kommen bei diesem Bausatz auf ihre Kosten: Motor, Antriebsstrang und Aufhängung des Revell UNIMOG bestehen aus unzähligen winzigen Einzelteilen, die das große Vorbild detailgetreu darstellen. Abzüge gibt es für die frei einsehbare, leere Ladefläche. Eine auch am Heck geschlossene Plane oder platzierbares Ladegut wäre charmanter gewesen. Der Bausatz hat keine beweglichen Teile.

Passgenauigkeit
70%

Sofern man sich die Mühe macht, den Großteil der Einzelteile zu entgraten und zu schleifen, ist die Passgenauigkeit bei diesem Bausatz grundsätzlich gegeben. Fahrerkabine und Ladefläche des Revell UNIMOG werden separat auf den fertigen Rahmen aufgesetzt und passten wie angegossen – nichts hatte Spiel, nichts kam sich in die Quere. Leider konnte die Windschutzscheibe durch die verbogenen A-Säulen nicht optimal angebracht werden.

Qualität der Decals
90%

Die Nassschiebebilder sind sauber gedruckt und nicht zu empfindlich. Nach einer kurzen Einweichphase lassen sich die Decals problemlos vom Bogen auf das Modell übertragen, z.B. via Skalpell oder Pinzette. Die Bilder und Schriftzüge haften gut. Überstehende, transparente Ränder stören nicht und können bei Bedarf überlackiert werden.

Verständlichkeit der Bauanleitung
90%

Revell liefert eine 16-seitige, schwarz-weiß gedruckte Bauanleitung im DIN-A4-Format zu dem Bausatz. Nach kurzer Fahrzeugvorstellung, Legende und Farbhinweisen wird der Zusammenbau in 76 Schritten erklärt. Werden diese Schritte aufmerksam befolgt, sollte es zu keinen Problemen beim Bauen kommen. Entgegen der Anleitung ist das Verkleben der Räder empfehlenswert.

Detailaufnahme der Motorhaube des Revell UNIMOG
Durch Improvisationen entsteht trotz miserabler Qualität ein schönes Modell.
Decalbogen des Revell UNIMOG Plastikbausatzes
Die Nassschiebebilder des Revell UNIMOG lassen sich ohne Probleme ablösen.
Auszug der Anleitung des Revell UNIMOG Bausatzes
Beim Blick in die Anleitung wird klar, dass es sich um einen komplexen Bausatz handelt.
Gesamtbewertung
73%

Wenn man sich bewusst für den 03082 entscheidet, kann er ein toller, herausfordernder Bausatz sein. Wenn man allerdings nicht weiß, worauf man sich einlässt und gewohnte, solide Revell-Qualität erwartet, erlebt man hier sein blaues Wunder. Der Revell UNIMOG ist nur für erfahrene Modellbauer geeignet und wird dem Skill-Level 5 auf jeden Fall gerecht.

Er stellt eine tolle Basis für Umbauten dar, da die Ladefläche komplett abgenommen und gegen einen alternativen Aufbau ausgetauscht werden kann. Im Optimalfall sollte das Modell um eine sinnvolle Beladung ergänzt werden, da die Ladefläche gut einsehbar ist.

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Mein Modell

Nach einem ersten Schock widmete ich dem Bausatz viel Zeit und freundete mich langsam damit an. Durch die beschädigten A-Säulen kam nur ein mitgenommenes, vom Alter gezeichnetes Modell in Frage. Militaria sind nicht unbedingt mein Fall, daher sollte es ein Zivilfahrzeug werden. Es entstand ein ausrangierter, umlackierter und angerosteter UNIMOG, der sein Dasein ohne Maschinengewehr in einem Sägewerk im kalten Wisconsin fristet. Einschusslöcher weisen auf eine schwierige Gegend hin, die gesplitterte Frontscheibe kaschiert zudem eine verbogene Säule. Nummernschild und Decals stammen aus dem Revell-Bausatz 85-7202. Mit dem fertigen Resultat bin ich sehr zufrieden.

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