Revell 03242 – Dingo 2 GE A3.3 PatSi

Revell Skill-Level 5

Fahrzeugvorstellung

Der Dingo ist ein gepanzertes, bewaffnetes Allschutz-Transport-Fahrzeug, das unter anderem von der Bundeswehr verwendet wird. Es kommt größtenteils bei Konvoi- und Patrouillenfahrten zum Einsatz.

Der Dingo 2 basiert auf einem Unimog U5000 Fahrgestell und ist als GE A3.3 PatSi seit 2012 in Afghanistan im Einsatz. Er bietet Platz für sechs Soldaten und wird von einem Vierzylinder-Turbodieselmotor mit 4,8 Litern Hubraum und 222 PS angetrieben.

Besonderheiten sind seine guten Minenschutz-Eigenschaften und Notlauffelgen, die auch bei zerstörten Reifen die Weiterfahrt ermöglichen.

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Qualität der Bauteile
90%

Die größtenteils dunkelgrünen Spritzgussteile sind sauber gegossen und von sehr guter Qualität. Es finden sich keine Versätze oder ungünstig platzierte Auswurfmarker, nur hier und da ein wenig Fischhaut. Die enthaltenen Gummireifen haben ein schönes, grobstolliges Profil und verleihen dem Modell ein realistisches Aussehen. Auch sehr dünne Einzelteile lassen sich per Skalpell gut aus den Bögen lösen.

Schwierigkeit
70%

Für einen Bausatz mit 238 Einzelteilen im Maßstab 1:35 lässt sich der Revell Dingo 2 erstaunlich unkompliziert bauen. Das liegt vor allem an der Qualität der Bauteile und der guten Passform. Im Gegensatz zum Revell 03082 UNIMOG ist dieses Set auch für fortgeschrittene Einsteiger bzw. Modellbauer mit noch überschaubarer Erfahrung geeignet. Den Skill-Level 5 würde ich daher in eine 4 (oder 4,5) abwandeln wollen.

Detaillierungsgrad
80%

Vor allem der Innenraum und die Bewaffnung des Revell Dingo 2 werden sehr detailliert gebaut. Allradantrieb, Aufhängung und der gepanzerte Unterboden sind ebenfalls in aller Ausführlichkeit vorhanden. Der Motor hingegen besteht aus nur zwei Bauteilen. Da die Motorhaube später verklebt wird, ist dies allerdings nicht allzu tragisch. Bewegliche Teile hat das Modell keine. Es bietet sich allerdings an, das Dach nicht zu verkleben.

Passgenauigkeit
90%

Die Passgenauigkeit des 03242 ist grundsätzlich für einen Bausatz dieser Art sehr gut. Lediglich beim Zusammensetzen von Karosserie und Chassis in Bauschritt 58 ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. Alle anderen Schritte lassen sich ohne größere Hürden bewältigen und machen den Revell Dingo 2 so zu einem frustfreien Set, das nicht nur für Skill-Level 5 Modellbauer geeignet ist.

Qualität der Decals
90%

An den enthaltenen Nassschiebebildern lässt sich nichts aussetzen. Sie benötigen eine etwas längere Zeit im Wasser, bis sie sich auf dem Trägerpapier bewegen, sind dann aber sehr gut zu verarbeiten. Sie lassen sich ohne Rückstände lösen und haften gut auf lackierten und bemalten Flächen. Bei dem Decal auf dem Monitor am Fahrzeughimmel sollte man Decal Soft verwenden, damit es sich schön in die Kanten legt.

Verständlichkeit der Bauanleitung
90%

Revell legt dem Dingo eine 20-seitige, schwarz-weiß gedruckte Bauanleitung in DIN-A4 bei. Nach der Fahrzeugvorstellung, einer Legende und Informationen zu Inhalt und Farbgebung folgt der Aufbau in 69 Schritten. Wie man es von diesem Hersteller kennt, überzeugt die Bauanleitung durch logischen Aufbau und gut verständliche Hinweise.

Detailaufnahme des Innenraums des Revell Dingo 2 im Maßstab 1:35
Der Innenraum des Dingo 2 ist detailliert, aber ziemlich leer - außer man improvisiert.
Decalbogen des Revell Dingo 2 Plastikbausatzes
An den Decals, die dem Bausatz 03242 beiligen, ist nichts auszusetzen.
Auszug der Anleitung des Revell Dingo 2 Bausatzes
Die enthaltene Anleitung ist gut verständlich aufgebaut und enthält keine Logikfehler.
Gesamtbewertung
87%

Mit dem Dingo 2 GE A3.3 PatSi liefert Revell einen wirklich guten 1:35-Bausatz ab. Das fertige Modell ist sehr detailliert, aufgrund der rundum guten Qualität aber auch von weniger erfahrenen Modellbauern zu bewältigen. Durch die vergleichsweise hohe Anzahl von Einzelteilen sollte man sich also nicht abschrecken lassen.

Der leere Innenraum des ATFs lädt geradezu zu einer individuellen Gestaltung ein. Außerdem hat man bei der Bewaffnung die Wahl zwischen 12,7 mm MG und 40 mm GMW. Mit ein wenig Aufwand lässt sich der Dingo auch tiefer- oder höherlegen. Verschiedenste On- und Offroad-Umbauten sind also möglich.

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Mein Modell

Meinen Dingo habe ich vor längerer Zeit im Set mit einigen anderen Bausätzen erstanden. Da ich wenig bis kein Interesse an Militärmodellen habe, lag der Bausatz lange herum und setzte Staub an. Durch verschiedene Beiträge auf Modellversium und die aktuelle Corona-Pandemie kam mir schließlich die Idee, ein Fahrzeug für die (hoffentlich nie eintretende) Zombie-Apokalypse zu bauen. Die Hinterachse des Dingos wurde höhergelegt, die Vorderachse verbreitert. Außerdem wurde er um viele Anbauteile aus der Restekiste ergänzt und erhielt eine verbrauchte “Endzeit-Lackierung”. An dem Innenraum habe ich mich sehr lange aufgehalten und hatte großen Spaß dabei, mich in den Details zu verlieren.

– Gebaut im März 2021 –

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