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Revell 07186 Hummer H2

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Revell Skill-Level 3

Fahrzeugvorstellung

Als sich GM Anfang der 2000er Jahre an einer Transformation des Militärfahrzeugs Hummer H1 zu einem Oberklasse-SUV versuchte, entstand der H2. Der Jeep mit knapp drei Tonnen Leergewicht wird von einem V8-Motor mit bis zu 6,2 Litern Hubraum und 398 PS angetrieben.

Mit einem Durchschnittsverbrauch weit jenseits der 20 Liter pro 100 Kilometer und seinem kantigen Design polarisiert das Fahrzeug und ruft sowohl Kopfschütteln als auch leuchtende Augen hervor.

2010 wurde die Produktion eingestellt und es wurde leise um Hummer, bis 2020 ein vollelektrischer Jeep mit 1.000 PS angekündigt wurde.

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Qualität der Bauteile
70%

Die 87 Einzelteile sind in Form von schwarzen, grauen, weißen, transparenten und verchromten Spritzlingen enthalten. Es liegen weiche Gummireifen mit realistischem Profil bei, allerdings gibt es keine Alternative zu den großen Tuningfelgen. Alle Teile lassen sich gut aus den Gussrahmen lösen. Hier und da sollte man unsaubere Kanten mit dem Skalpell nacharbeiten. Grundsätzlich ist die Qualität des Revell Hummer H2 jedoch in Ordnung.

Schwierigkeit
50%

Der Revell 07186 ist ein Bausatz für Einsteiger und in seinem Zusammenbau nicht sehr fordernd. Technikbegeisterte Modellbauer werden ob des “fehlenden” Motors und der Metallstäbe, die die Achsen darstellen, ihre Nase rümpfen. Wer Freude an aufwändigen Lackierungen hat, kommt hier allerdings trotz des niedrigen Schwierigkeitsgrades auf seine Kosten. Der Revell Skill-Level 3, der dem Hummer verliehen wurde, passt gut.

Detaillierungsgrad
60%

Wer Wert darauf legt, muss sich die Details aus den großflächigen Bauteilen selbst herausarbeiten. Motor, und Getriebe werden nicht gebaut, sondern nur in der Unterbodenplatte angedeutet. Eine Lenkung ist nicht vorhanden, die Aufhängung wird vereinfacht dargestellt. Positiv fallen der schön gestaltete Innenraum , die HiFi-Anlage im Kofferaum und die realistischen Bremsen auf. Der Hummer ist rollbar und die Heckklappe lässt sich öffnen.

Passgenauigkeit
90%

Der Revell Hummer H2 bereitet dem Modellbauer dank seines simplen Aufbaus, der teils an das Easy-Click-System erinnert, keine Probleme bei der Passform. Man benötigt jedoch einen sehr schmalen Schraubendreher, um die beiden Schrauben am vorderen Unterboden des Jeeps festziehen zu können, denn sie werden in Führungslöchern angebracht. Ob Schlitz- oder Kreuzschlitzschraubendreher spielt keine Rolle – passt beides.

Qualität der Decals
90%

An den Nassschiebebildern, die dem Modell beiliegen, ist nichts auszusetzen. Sie lassen sich gut lösen und haften ohne Probleme auf lackierten und bemalten Flächen. Wenn man sich dazu entscheidet, die beiden großflächigen Tribals auf den Seiten anzubringen, sollte man in jedem Fall mit Decal-Soft arbeiten, damit sie biegsam werden und sich gut in die Kanten legen.

Verständlichkeit der Bauanleitung
90%

Dem Bausatz liegt eine zwölfseitige, schwarz-weiß gedruckte Bauanleitung im Format DIN A4 bei. Nach der ausführlichen Fahrzeugvorstellung, der Legende und Informationen zur Farbgebung wird der Aufbau in 35 Schritten erklärt. Texte sind in deutscher und englischer Sprache enthalten. Die Abfolge der Arbeitsschritte ist logisch und gut zu verstehen – wie man es von Revell kennt und erwartet.

Detailaufnahme des Innenraums des Revell Hummer H2 im Maßstab 1:25
Der Innenraum des Hummer ist detailliert gestaltet, aber leider kaum einzusehen.
Decalbogen des Revell Hummer H2 Plastikbausatzes
Die großen Tribals sind von fragwürdigem Design und schwer fehlerfrei anzubringen.
Auszug der Anleitung des Revell Hummer H2 Bausatzes
Für die Schrauben in Arbeitsschritt 32 benötigt man einen sehr schmalen Schraubendreher.
Gesamtbewertung
75%

Der Revell Hummer H2 ist ein Bausatz für Einsteiger mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die enthaltenen Bauteile sind von guter Qualität und beim Zusammenbau sollte es keine Probleme geben. Wer viele Details aus dem Luxus-Jeep herausarbeiten möchte, muss sich bei der Lackierung austoben.

Durch die großflächigen Bauteile sind größere Umbauten schwierig. Eine Höherlegung dürfte nicht ganz einfach werden, Änderungen am Bodykit sind ebenfalls nur umständlich zu realisieren. Die Räder können ohne Probleme getauscht werden. Wer einen echten Offroad-Geländewagen sucht, schaut sich allerdings besser nach anderen Alternativen um. 

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Mein Modell

Den Hummer H2 habe ich sehr günstig und als “Bausatz für zwischendurch” erworben. Ohne wirkliches Konzept habe ich mich an einer Effektlackierung, bestehend aus grauer Basis und silbernen Flakes versucht. Das Ergebnis hat mir gefallen, daher habe ich dem restlichen Modell doch etwas mehr Zeit gewidmet. Ich habe neue Washings ausprobiert, die Scheiben foliert und den Jeep als Versuchskaninchen für verschiedene Ideen verwendet. Die kleinen Vorderbremsen habe ich zudem durch die des Revell Ferrari Enzo ersetzt. Das Endresultat erinnert mich ein wenig an die Art von Fahrzeugen, die ich während eines Florida-Urlaubs 2017 in Miami Beach wahrgenommen habe.

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