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Revell 07084 – Ferrari 512 TR

  • Revell Ferrari 512 TR
  • 07084
  • 2012 (Neuauflage)
  • 18,7 cm x 8,7 cm x 4,8 cm
  • 119 g
  • 106 Teile (zzgl. Decals & Ersatzteile)
  • ca. 15 - 20€

Revell Skill-Level 4

Fahrzeugvorstellung

Der 512 TR stellt die erste Facelift-Version des Ferrari Testarossa dar, die von 1991 bis 1994 im Werk Modena 2.261 Mal gebaut wurde. Durch die Bearbeitung der Zylinderköpfe sowie eine neue Ansaug- und Auspuffanlage steigerte Ferrari die Leistung des 4,9-Liter-V12 auf beachtliche 428 PS.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 314 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 4,8 Sekunden gehörte der 512 TR zu den schnellsten Supersportlern seiner Zeit. 1992 wurden von Ferrari 320.000 DM für ein neues Exemplar aufgerufen, gute Gebrauchte kosten heute zwischen 100.000 und 200.000 Euro.

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Qualität der Bauteile
60%

Im Großen und Ganzen ist die Qualität der roten, verchromten und transparenten Bauteile zufriedenstellend. Leider war eine A-Säule leicht verbogen, was trotz Korrektur zu einer nicht optimal sitzenden Windschutzscheibe führte. Fischhäute kommen vor und sollten vor dem Zusammenbau gründlich entfernt werden. Die Gummireifen haben ein schönes Profil, wirken aber besonders an der Hinterachse sehr wulstig.

Schwierigkeit
70%

Der Bausatz 07084 ist dem Revell Skill-Level 4 zugeordnet und wird diesem auch gerecht. Nach etwas Vorarbeit ist der Ferrari 512 TR auch für Modellbau-Anfänger fordernd, aber angenehm zu bauen. Genaues Arbeiten ist vor allem bei der Aufhängung und dem Motor im Heck gefragt. Die Endmontage von Bodengruppe und Karosserie erfordert ebenfalls Fingerspitzengefühl und sanfte Gewalt.

Detaillierungsgrad
70%

Motor, Antriebsstrang und Aufhängung werden detailliert gebaut. Auch Interieur und Exterieur können überzeugen. Das Modell ist nicht überragend detailliert, aber in einem ausreichenden Maße. Die Motorhaube im Heck des Sportwagens lässt sich aufklappen und gibt den Blick auf den V12 und die umliegende Technik frei.

Passgenauigkeit
40%

Die einzelnen Bauteile des Revell Ferrari 512 TR lassen sich ohne Probleme zusammensetzen, aber bei dem Aufstecken der Karosserie auf das Chassis blieb ein ca. 3 mm großer Spalt zwischen Seitenschwellern und Türen bestehen. Das Problem lässt sich zwar mit etwas Modelliermasse, Kleber und ein paar zusätzlichen Lackschichten beheben, zeugt aber von einer schlechten Passgenauigkeit.

Qualität der Decals
90%

Die Nassschiebebilder lassen sich ohne Probleme anbringen und sind nicht zu empfindlich. Nach einer kurzen Einweichphase lösen sie sich gut von dem Transferpapier und können problemlos auf das Modell übertragen werden, z.B. via Skalpell oder Pinzette. Die Haftung ist ausreichend, um sie später überzulackieren.

Verständlichkeit der Bauanleitung
90%

Revell legt dem 512 TR eine 16-seitige, schwarz-weiß gedruckte Bauanleitung im DIN-A4 Format bei. Nach einer umfassenden Fahrzeugvorstellung folgen die üblichen Infos zu verwendeten Symbolen, benötigten Farben und enthaltenen Bauteilen. Der Aufbau des Modells wird in 43 Schritten mittels schöner Illustrationen und sehr gut verständlich dargestellt.

Gesamtbewertung
70%

Der Ferrari 512 TR ist ein grundsätzlich schöner Bausatz mit Schwächen bei der Passgenauigkeit. Mit 106 Einzelteilen und einem angenehmen Detaillierungsgrad ist er für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Um ein schönes Endresultat zu erhalten, sollten entstehende Spalten mit Modellierpaste wie z.B. Milliput Standard ausgebessert werden.

Große Umbauten gestalten sich schwierig, da Chassis und Karosserie genau aufeinander abgestimmt sind. Für Heckspoiler, Bodykit und Spurverbreiterungen ist der Sportwagen aber zu haben. Eine Tieferlegung lässt sich aufgrund der detaillierten Aufhängung nicht so einfach anbringen.

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Mein Modell

Der Ferrari 512 TR ist das bisher einzige Modell, das es nicht in meine Vitrine geschafft hat – weil ich ihn meiner Mutter geschenkt habe. Als kleiner Junge habe ich ihr, selbstbewusst wie ich bin, versprochen ihr einen Ferrari zu kaufen, wenn ich mal reich bin. Da es bisher noch nicht mit dem Reichtum geklappt hat, ich aber zumindest eine Anzahlung für meine Schulden leisten wollte, ist sie jetzt immerhin Besitzerin eines Mini-Ferraris. Die Lackierung entspricht ihrer Lieblingsfarbe Minzgrün. Bei der 1:24-Version ist das vertretbar, aber wenn in ein paar Jahren der Kauf des 1:1-Exemplars ansteht, werde ich es wohl doch eher bei Rot belassen.

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