1:35Revell

Revell 03246 – British 4×4 Off-Road Vehicle Series III

  • Revell British 4x4 Off-Road Vehicle "Series III (109"/LWB)"
  • 03246
  • 2015 (Neuauflage)
  • 13,2 cm x 5,7 cm x 5,4 cm (LBH)
  • 43 g
  • 89 Teile (zzgl. Decals & Ersatzteile)
  • ca. 15 - 20€

Revell Skill-Level 4

Fahrzeugvorstellung

Der Series III ist ein Geländewagen der Marke Rover, aus dem sich später die eigenständige Marke Land Rover entwickelte. Er wurde von 1971 bis 1984 als Version mit kurzem und langem Radstand (SWB/LWB), sowohl für das Militär, als auch den zivilen Gebrauch, gebaut.

1980 löste ein Rover 3,5-Liter-V8 den 2,6-Liter-Reihensechszylinder als Topmotorisierung ab und lieferte stattliche 91 PS an alle vier Räder.

Wie alle alten Land Rover erfreut sich auch der Series III einer riesigen Fangemeinde, die sich in das markante Aussehen und die Unverwüstlichkeit des britischen Klassikers verliebt hat.

Werbung

Qualität der Bauteile
80%

Der Bausatz enthält vier sandfarbene und einen durchsichtigen Spritzgussbogen von guter Qualität. Auch winzige Einzelteile, die der Maßstab 1:35 bei einem vergleichsweise kleinen Fahrzeug mit sich bringt, lassen sich gut mit einem Skalpell heraustrennen. Es müssen keine Fischhäute beseitigt werden und die Auswurfmarker sind günstig platziert. Die Räder bestehen leider komplett aus Plastik, Gummireifen sind nicht enthalten.

Schwierigkeit
70%

Trotz der geringen Größe und netten Details lässt sich das Modell recht angenehm bauen. Für Modellbauer, die sich langsam an den Maßstab 1:35 herantasten wollen, ist der Bausatz sehr zu empfehlen. Neben der Aufhängung stellt die Verdeckplane die größte Herausforderung beim Zusammenbau dar. Der Revell Skill-Level 4 ist in diesem Fall gut gewählt.

Detaillierungsgrad
70%

Obwohl der Revell Series III aus “nur” 89 Teilen zusammengebaut wird, wird eine hohe Detailtreue erreicht. Da das große Original über so simple wie robuste Technik verfügt, ist sie auch im kleinen Maßstab einfach nachzustellen. Antriebsstrang, Aufhängung und Auspuff sind vorhanden, vom Motor wird allerdings nur die Ölwanne durch eine Delle im Unterboden angedeutet. Die Heckklappe kann man aufklappen, falls man sie nicht verklebt.

Passgenauigkeit
60%

Bezüglich Passgenauigkeit gibt es bei dem 03246 leider ein Probem: Das Aufsetzen und korrekte Ausrichten der Verdeckplane gestaltet sich als Ding der Unmöglichkeit. Auch wenn der Land Rover bis zu diesem Schritt sauber gebaut wurde, gibt es immer einen Spalt oder eine Kante, die irgendwie nicht richtig aussieht. Im Zweifelsfall muss man den geringsten Makel akzeptieren oder mit Ersatzteilen nachbessern.

Qualität der Decals
70%

In diesem Bausatz sind nicht viele Nassschiebebilder enthalten. Beim Anbringen ist jedoch Vorsicht geboten, da sie etwas empfindlicher sind. Man sollte sie nach dem Anbringen möglichst nicht mehr allzu oft herumschieben, sonst könnten sie einreissen. Die Klebebilder haften gut und machen nach dem Abtrocknen keine Probleme mehr. Bei dem vorderen Nummernschild stört der große, durchsichtige Überstand.

Verständlichkeit der Bauanleitung
90%

Revell legt dem Modell eine zehnseitige, schwarz-weiß gedruckte Bauanleitung in einem DIN-A5-ähnlichen Format bei. Nach der Fahrzeugvorstellung, einer Legende und Informationen zur Farbgebung folgt der Aufbau in 20 Schritten. Wie man es von Revell kennt, überzeugt die Bauanleitung durch logischen Aufbau und verständliche Hinweise.

Detailaufnahme der Motorhaube des Revell Series III Landrover
Trotz des kleinen Maßstabs 1:35 strotzt der Revell Series III nur so vor Details.
Decalbogen des Revell Series III Plastikbausatzes
Die Nassschiebebilder sind von guter Qualität, aber nicht sehr robust - Vorsicht ist geboten.
Auszug der Anleitung des Revell Series III Land Rover Bausatzes
Wie gewohnt legt Revell dem Bausatz eine gut verständliche Anleitung bei.
Gesamtbewertung
73%

Der Revell Series III ist ein schöner, aber unaufgeregter Bausatz im Maßstab 1:35. Wer sich mit kleinen Einzelteilen anfreunden möchte, findet im 03246 einen geeigneten Einstieg. Hervorzuheben ist der hohe Detaillierungsgrad, der trotz mittelmäßiger Schwierigkeit und kleinem Maßstab erreicht wird.

Die Pritsche des Geländewagens ist mit Sitzflächen ausgestattet und macht auch ohne die problematische Verdeckplane eine gute Figur. Ein Umbau, z.B. zum Pick-Up, ist mit fortgeschrittenen Fähigkeiten und den richtigen Bauteilen vermutlich nicht allzu schwer. Die Motorhaube hat leider eine hässliche Mulde, daher sollte man das Ersatzrad nicht entfernen.

*Die folgende Anzeige ist ein Provisions-Link. Wenn du darauf klickst und das verlinkte Produkt kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Diese Provision hilft mir, einen Teil der laufenden Kosten von modellbautest.de zu decken und beeinflusst in keiner Weise meine Meinung.

Mein Modell

Mein Revell Series III ist an die unzähligen alten Land Rover Jeeps angelehnt, die in den malaysischen Cameron Highlands ihr Dasein fristen. Da das südostasiatische Land lange unter britischer Kolonialherrschaft stand, wirken die Geländewagen dort nur auf den ersten Blick ungewöhnlich. Beladen mit großen Kisten oder einem Dutzend Erntehelfer sind die betagten Jeeps ein elementarer Bestandteil der malaysischen Arbeitswelt. Erst wenn wirklich nichts mehr geht, werden sie in den Ruhestand entlassen. Ihre letzten Jahre verbringen sie als Ersatzteillager, rostend und verrottend am Straßenrand. Von diesem Schicksal bleibt mein Modell noch ein paar Jahre verschont.

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.